Nuklearmedizin

1. Schilddrüsen-Szintigraphie
2. Knochen-Szintigraphie
3. Nierenfunktionsszintigraphie
4. Knochenmarkszintigraphie
5. Tumorszintigraphie
6. Entzündungsszintigraphie
7. Lungenszintigraphie

 

 

 

  8. Herzsintigraphie i-punkt
9. Leber- und Gallenwegsszintigraphie
10. Lymphszintigraphie
11. Herzbinnenraumszintigraphie
12. Radiosynoviorthese
13. Hirnszintigraphie (DaTSCAN)
14. PET-CT

 

i-punkt = Besondere Vorbereitung:
Nüchternheit, auch kein Nikotin.

 

 


Nuklearmedizin

Das Fachgebiet Nuklearmedizin bietet mit seiner mehr als 50-jährigen Erfahrung in klinischer Anwendung zahlreiche, gut etablierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren für viele Bereiche der Medizin. Vielleicht am bekanntesten ist in der Bundesrepublik Deutschland die Schilddrüsendiagnostik und -therapie. Doch auch in der Krebsbekämpfung, bei Herzkrankheiten, der Untersuchung des Gehirns und des Zentralen Nervensystems, bei Rheuma und Skelettkrankheiten und vielen anderen Indikationen spielt die Nuklearmedizin eine entscheidende Rolle.

Was ist Nuklearmedizin?
In der Nuklearmedizin kommen radioaktive Arzneimittel zum Einsatz. Sie bestehen aus einem Radioisotop, also einem radioaktiven Teilchen mit in der Regel sehr kurzer Halbwertszeit, und meist einem zweiten Bestandteil, der an einen bestimmten Zelltyp im Körper bindet. Dieser zweite, spezifische Bestandteil sorgt dafür, dass das Radioisotop über die Blutbahn, den Nahrungsstoffwechsel oder auch die Atemluft im Körper genau dorthin gelangt, wo es wirken soll, beziehungsweise wo bestimmte Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht werden sollen.

Nuklearmedizinische Untersuchungen (Diagnostik)
In der nuklearmedizinischen Diagnostik – also bei Untersuchungen mit nuklearmedizinischen Verfahren – geht es daher um das Sichtbarmachen von Stoffwechselvorgängen. Dazu werden den Patienten geeignete, radioaktiv markierte Substanzen – sogenannte Radiopharmaka – verabreicht (beispielsweise durch Injektion in die Blutbahn). Diese sind ganz spezifisch am fraglichen Stoffwechselprozess beteiligt und „markieren“ diesen geradezu. Das Sichtbarmachen erfolgt mit speziellen Untersuchungsgeräten, sogenannten Gammakameras. Diese können die jetzt vom Körper ausgehenden radioaktiven Gammastrahlen „sehen“ und in ein diagnostisches Bild, ein sogenanntes Szintigramm, verwandeln. Dadurch unterscheiden sich nuklearmedizinische Untersuchungen auch von Röntgenuntersuchungen, bei denen die Strahlen von außen (von der Röntgenröhre ausgehend) durch den Körper gesandt werden und bei denen anatomische Details des Körpers auf Röntgenbildern dargestellt werden. Frühveränderungen von Krankheiten, die sich zu allererst auf molekularer Ebene abspielen und anatomisch noch nicht sichtbar sind, können lediglich mit nuklearmedizinischen Mitteln zuverlässig erkannt werden.