Kernspintomographie (Magnetresonanztherapie, MRT)

1. Kopf
2. Halsweichteile
3. Wirbelsäule
4. Thorax, Mediastinum, Herz
5. Brustdrüse
6. Oberbauch
7. Becken
8. Prostata

19. Gelenke
10. Extremitäten
11. Gallengang (MRCP) ohne Kontrastmittel i-punkt
12. Gefäßdarstellung (Angiographie)
13. Untersuchungen in Narkose i-punkt
14. MR-Angiographie pfeil
15. MR-Mammographie pfeil
16. Cardio-MRT pfeil

 

i-punkt = Besondere Vorbereitung:
Nüchternheit, auch kein Nikotin.

Cardio-MRT

Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Herzens hat sich in ihrer Einsatzbreite in den letzten Jahren rasant entwickelt. Sie erzielt bei einigen Erkrankungen zusätzliche Informationen, die im Verbund mit weiteren diagnostischen Untersuchungen richtungsweisend sein können. Bei anderen Erkrankungen stellt die MRT allein sogar bereits den diagnostischen Goldstandard dar.

Es gibt allerdings auch Erkrankungen, bei denen andere Untersuchungsverfahren der Cardio-MRT überlegen sind.

Grundsätzliche Vorteile der MR-Untersuchung sind:

  • sie ist nicht invasiv
  • sie erfolgt ohne Röntgenstrahlen
  • sie ermöglicht selbst komplizierte anatomische Strukturen in jeder beliebigen Ebene darzustellen
  • der Herzmuskel kann in seiner Struktur direkt beurteilt werden
  • es besteht ein geringeres Risiko einer Schädigung der Nieren oder das Auslösen einer allergischen Reaktion bei MRT-Kontrastmitteln als bei Röntgen-Kontrastmitteln.

Als Indikationen für eine Cardio-MRT sind etabliert:

  • Messung der Durchblutung des Herzmuskels bei koronarer Herzerkrankung
  • Nachweis von Entzündungen (z. B. der Herzmuskelentzündung)
  • Nachweis von Narben nach Herzinfarkten oder anderen Erkrankungen
  • Nachweis und Differenzierung von Tumoren im Herzen
  • Funktionelle Bestimmung des Blutflusses des Herzens
  • Bestimmung von Undichtigkeiten von Herzklappen, Shunts

Für manche spezielle Herzuntersuchungen müssen Medikamente vorher abgesetzt werden. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung bis zu einer Stunde.

Die Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) gelingt mit der MRT nicht ausreichend, hier sind weiterhin die Herzkatheteruntersuchung und seit einiger Zeit auch die Koronararteriendarstellung mit der Computertomographie führend.