Kernspintomographie (Magnetresonanztherapie, MRT)

1. Kopf
2. Halsweichteile
3. Wirbelsäule
4. Thorax, Mediastinum, Herz
5. Brustdrüse
6. Oberbauch
7. Becken
8. Prostata

19. Gelenke
10. Extremitäten
11. Gallengang (MRCP) ohne Kontrastmittel i-punkt
12. Gefäßdarstellung (Angiographie)
13. Untersuchungen in Narkose i-punkt
14. MR-Angiographie pfeil
15. MR-Mammographie pfeil
16. Cardio-MRT pfeil

 

i-punkt = Besondere Vorbereitung:
Nüchternheit, auch kein Nikotin.



MRT (MR, Magnetresonanz- oder Kernspintomographie)

Allgemeine Informationen
Als MRT wird das Untersuchungsverfahren genannt, das in einem Magnetfeld stattfindet und mit Hilfe elektromagnetischer Antennen anatomische Bilder der Organe und von Krankheitsprozessen erzeugt. Es handelt sich nicht um Röntgenstrahlen oder Radioaktivität! Nach 25 Jahren weltweiter Anwendung dieses Verfahrens am Menschen sind keine Gesundheitsschäden bekannt, sofern einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Dazu gehört, dass der untersuchende Arzt und das MR-Personal über implantierte

  • Metallteile, Metallsplitter
  • Prothesen, Schrauben und
  • Herzschrittmacher, Insulinpumpen,
  • Ventilableitungen etc. vor Untersuchungsbeginn informiert werden.

Auch über eine bestehende Schwangerschaft sollten Sie uns informieren. Es wäre hilfreich, wenn Sie bereits beim Erhalt der Überweisung zur Untersuchung möglichst Ihren überweisenden Arzt über derartige -evtl. nur Ihnen bekannte- mögliche Untersuchungshindernisse informieren. Nicht jedem zuweisenden Arzt sind alle patientenseitigen Implantate bekannt. Da sich die medizintechnische Industrie seit mehr als 10 Jahren bemüht, voll MR-taugliche Implantate zu verwenden, bestehen jedoch nur bei einem ganz kleinen Teil von Untersuchungen noch absolute Kontraindikationen. Bei Unklarheiten stehen Ihnen unsere Ärzte und Mitarbeiter zur telefonischen Auskunft zur Verfügung.

Was passiert bei der Untersuchung?
Zur Untersuchung werden Sie in ein röhrenförmiges Magnetfeld gefahren, von dem man nichts spürt. Falls nötig, werden spezielle Aufnahmeantennen für einzelne Untersuchungsbereiche an den Körper gezielt angelegt, die optimale Bildentstehungen ermöglichen.

Der überwiegende Teil der Untersuchungen findet in Rückenlage statt, eine Untersuchung in Bauchlage kann allerdings im Einzelfall sinnvoll bzw. notwendig sein. Während der Untersuchung werden Sie nicht allein gelassen, sondern werden ständig optisch und akustisch und ebenso Ihr Kreislauf überwacht. Unsere Mitarbeiter stehen mit Ihnen während der gesamten Untersuchungszeit in Verbindung. Diese dauert unterschiedlich lang und findet jeweils mit mehrminütigen lauten Geräuschphasen statt, weswegen wir Ihre Ohren vor Lautstärke schützen. Leider sind diese Klopf- und Brummgeräusche zur Bildentstehung unvermeidlich. Sie werden aber zwischendurch immer wieder informiert, wie es weitergeht und wie lange die einzelne Bildserie dauert. Sollten Ängste oder Probleme auftreten, so können Sie sich jederzeit über eine Klingel bemerkbar machen. Falls Sie grundsätzlich unter stärkerer Platzangst leiden, so sprechen Sie dies bitte offen vor der Untersuchung beim Arzt oder MR- Personal an. Wir finden dann in der Regel einen Weg, Ihnen dabei zu helfen, dennoch die Untersuchungszeit gut zu überstehen. In Einzelfällen und nur mit Ihrem Einverständnis kann ein intravenöses Medikament wie Diazepam / Valium hierfür sinnvoll verabreicht werden.

Für eine gute Bildqualität benötigen wir Ihre Mitarbeit. Da die Aufnahme der einzelnen Bildserien jeweils mehrere Minuten dauert, sollten Sie während dieser Klopfphasen ruhig liegen und störende Bewegungen vermeiden. Die einzelnen Bilder sind millimetergenau. Von daher sollten Sie versuchen, sich zu entspannen und sich – falls möglich- etwas Angenehmes vorzustellen (nicht einfach, aber manchmal hilfreich!).

Wann und wozu bekomme ich ein Kontrastmittel?
Die in der MR verwendeten Kontrastmittel sind Medikamente, die intravenös appliziert werden und zu einem paramagnetischen Effekt des Blutes führen, so dass Krankheitsprozesse besser zu erkennen bzw. sicherer auszuschließen sind. Wann ein solches Mittel für Ihre Untersuchung hilfreich und sinnvoll ist, entscheidet der Ihren Fall betreuende Radiologe. Sie werden vorab informiert und um Ihr Einverständnis gebeten. In der Regel spüren Sie so gut wie nichts bei der Injektion des paramagnetischen Mittels. Die Risiken dieser Kontrastmittel bestehen in sehr seltenen allergischen Reaktionen, die im Prinzip bei allen i.v. applizierten Medikamenten auftreten können. Wir haben in unserer Praxis im Laufe der Jahre ca. 100.000 Patienten derartige Kontrastmittel angewendet und extrem selten ernste Zwischenfälle erlebt. Sollten Sie besonders allergisch veranlagt sein oder unter einer schweren Nierenfunktionseinschränkung leiden bzw. sollte bei Ihnen Dialysepflicht bestehen, so informieren Sie uns bitte darüber. Dann ist eine weitere Abwägung im Einzelfall erforderlich.

Nach der Untersuchung
Nach der Untersuchung bestehen für Sie keinerlei Einschränkungen, auch nicht nach einer vorangehenden Kontrastmittelgabe. Sollten Sie ein beruhigendes Medikament erhalten haben, so werden wir Sie erst aus der Praxis entlassen, nachdem wir uns von Ihrem Wohlbefinden überzeugt haben. Da eine reduzierte Reaktionszeit nach der Gabe von Beruhigungsmitteln bekannt ist, sollten Sie nach deren Gabe mindestens zwei Stunden nicht als Fahrrad- oder PKW-Fahrer am Strassenverkehr teilnehmen. Am günstigsten ist es deshalb, falls bereits vor dem Untersuchungstermin die Gabe des Beruhigungsmittels abgesehen werden kann, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Begleitung eines Fahrers zur Untersuchung zu kommen.

Bei einer MR- Untersuchung entstehen mehrere Bildserien in verschiedenen Raumrichtungen und mit unterschiedlichen Gewebesignalen. Dabei können bis zu mehrere hundert Bilder zu betrachten sein. Von daher muss der betreuende Radiologe Ihre Bilder gründlich auswerten, was unterschiedlich lange dauern kann. Er wird dann den Befund und das Bildmaterial per Film oder CD sobald wie möglich an Ihren zuweisenden Arzt übermitteln. (In der Regel in 1- 2 Tagen). Sollten Sie – aus welchen Gründen auch immer- eine kurze Vorab- Information über das Untersuchungsergebnis direkt vom auswertenden Radiologen informiert werden wollen, so teilen Sie dies bitte -falls nicht schon zuvor besprochen- dem (der) Sie untersuchenden Mitarbeiter(in) mit.

Die Mitnahme der schriftlichen Befunderstellung und des Bildmaterials setzt eine zeitintensive ärztliche Beschäftigung mit Ihrer Untersuchung voraus. Deswegen müssen Sie sich dann auf eine im Einzelfall schwer zu bestimmende Wartezeit einrichten oder zu einem vereinbarten späteren Zeitpunkt zum Gespräch bzw. zum Abholen der gesamten Unterlagen in die Praxis zurückkehren.

Um Ihnen etwaige Ängste und Sorgen zu nehmen, werden wir uns jedoch stets bemühen, Ihre Untersuchung vorgezogen zu bearbeiten. Dies trifft vor allem für medizinisch dringliche Konsequenzen aus der Untersuchung zu. Hierzu schicken wir in der Regel dem zuweisenden Kollegen umgehend Ihren Befund auch per Fax zu.