Computertomographie (CT)

1. Kopf
2. Halsweichteile
3. Wirbelsäule
4. Thorax, Mediastinum, Herz
5. Oberbauch

16. Becken
17. Gelenke
18. Extremitäten
19. Gefäßdarstellung (Angiographie)
10. Schmerztherapie pfeil

 

Schmerztherapie in der Computertomographie (CT)

Mit Hilfe der CT ist es möglich, bei Schmerzen am Rücken eine gezielte Injektionstherapie an der Wirbelsäule durchzuführen.

Grundsätzlich gibt es zwei Ursachen, bei denen ein solches Vorgehen einen therapeutischen Effekt verspricht:

  • Einen Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule (HWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) mit Schmerzen, die teilweise bis in die Arme, Finger oder auch die Beine ziehen.
  • Bei Verschleißerscheinungen an den kleinen Wirbelgelenken (Facettengelenken), die insbesondere an der LWS auftreten und zu örtlichen, an der LWS liegenden Schmerzen führen.

Die Schmerztherapie mit Hilfe der CT sollte erst dann erfolgen, wenn andere therapeutischen Wege wie manuelle oder krankengymnastische Therapie, ggf. auch eine andere medikamentöse Therapie nicht zum Erfolg geführt haben.

Eine weitere Voraussetzung besteht im Vorliegen einer aktuellen CT- oder MRT-Untersuchung, durch die die Ursache der Beschwerden gesichert wird.

Bei einem Bandscheibenvorfall wird eine periradikuläre Therapie (PRT) durchgeführt, bei der in der Nähe des Nervenaustritts an der Wirbelsäule eine Mischung aus einem örtlichen Betäubungsmittel und Kortison injiziert wird. Diese Therapie wird in der Regel bis zu 5-mal mit einem Intervall von ca. 1 Woche durchgeführt.

Auf dem Weg an die Nervenwurzel (PRT) oder an die kleinen Zwischenwirbelgelenke (Therapie der Facettengelenke) wird kontinuierlich ein örtliches Betäubungsmittel gespritzt, so dass die Platzierung der Injektionsnadel weitgehend schmerzfrei ist. Die Lokalisation der Injektionsnadel wird auf dem Weg zum Therapieort mit der CT kontrolliert, wodurch die Therapie sehr zielgenau erfolgen kann.

Wird von einer Schmerzursache in den kleinen Wirbelgelenken ausgegangen, so wird bei der Facettengelenkinfiltration zunächst am ersten Untersuchungstermin ein örtliches Betäubungsmittel am Facettengelenk gespritzt. Damit soll kontrolliert werden, ob dies die richtige Stelle ist, durch den der Wirbelsäulenschmerz verursacht wird. Nur wenn diese Injektion eine Schmerzverbesserung erbrachte, wird an einem zweiten Termin an dieselbe Stelle konzentrierter medizinischer Alkohol injiziert, um damit bewusst die sehr kleinen Nervenendigungen zu schädigen, die zu den Beschwerden führen.

Vor den oben genannten beiden Therapien wird jeweils mit dem behandelnden Arzt eine Aufklärung über die Therapie und auch eine Besprechung der möglichen Risiken durchgeführt, in der natürlich auch individuelle Fragen besprochen werden können.

Im Anschluss an die Behandlung wird über einen Zeitraum von ca. 30 Minuten eine Überwachung auf einer Trage oder im Wartezimmer erfolgen.

Die PRT darf bei gesetzlich krankenversicherten Patienten nur nach Überweisung durch einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Schmerztherapie“ erfolgen. Bei Privatversicherten oder Selbstzahlern ist dies nicht notwendig.

Bitte informieren Sie uns, falls Sie blutverdünnende Medikamente (z. B. Markumar, ASS oder Heparin) einnehmen.